Das Milliardengeschäft mit den Tempo-Blitzern

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Wie ist das Geschäftsmodell?
Links zu weiteren Berichten / Blitzerfirmen

 

Städte und Gemeinden sanieren mit den Einnahmen aus immer mehr Blitzanlagen und Radarfallen ihre Haushalte. Auch die Polizei kritisiert: „Von Verkehrserziehung ist dabei kaum noch die Rede.“

…und immer kreativer werden die Geschäftsmodelle…

Nicht nur Kommunen zocken die Bürger durch inflationäre Blitzermaßnahmen ab. Drumherum hat sich eine Subkultur von gewinnorientierten, privaten Blitzerfirmen gebildet, die kräftig an den Blitzer-Messungen mitverdienen und den Kommunen die Entscheidung mit risikolosen Finanzierungsmodellen sowie Full-Service bis zum Inkasso beim betroffenen Bürger so einfach wie möglich machen.

Das heißt für uns, dass es in der Verkehrsüberwachung eine ganz offensichtliche Fehlentwicklung gibt die man aufhalten muss.

 


Um die reine Erhöhung der Verkehrssicherheit geht es schon lange nicht mehr:

Fakten, Fakten, Fakten…

  • Mehr als 600 Millionen Euro in 2016 durch Blitzer-Einnahmen in ganz Deutschland erwartet. Tendenz steigend.
  • Geschäft mit den Knöllchen ist zu einer festen Größe in der kommunalen Haushaltsplanung geworden und wird jedes Jahr im Voraus festgesetzt.
  • Die Polizei hat Konkurrenz von gewinnorientierten Blitzerfirmen bekommen, welche von Städten und Landkreisen direkte Aufträge erhalten.
  • Dreistes Geschäftsmodell von Blitzergeräteherstellern. Von der Produktion der Blitzergeräte bis zum Inkasso bei den betroffenen Bürgern – alles in der Hand von gewinnorientierten, privaten Firmen. Städte und Gemeinden erteilen nur noch Aufträge.
  • Bundesländer haben sich schon lange von Tempokontrollen an wirklichen Unfallschwerpunkten verabschiedet, weil nicht einträglich genug.

 


Fernsehberichte:

 


Wie ist das Geschäftsmodell?

In Zeiten klammer Kassen arbeiten Kommunen und private Blitzerfirmen Hand-in-Hand.

Das Geschäft läuft dabei immer gleich ab. Kommunen legen die Blitzerstandorte fest und private Firmen übernehmen all jene Leistungen, die die Kommunen nicht übernehmen können oder wollen.. Dieses beginnt bei der Finanzierung der Geräte inkl. Personal und geht bis zum Inkasso beim betroffenen Bürger. Beim Full-Service definiert die Kommune nur die Standorte, der Rest wird durch private Firmen erledigt. Natürlich ändern Blitzerfirmen aber auch Mess-Standorte, wenn sie merken, dass an dieser Stelle zuwenig „passiert“.

Münchhausen bei Kassel ist daher nur ein Beispiel: 4x stationäre Blitzerstellen wurden aufgestellt und erwirtschaften für die Gemeinde 650.000,- € / Jahr, eine private Blitzerfirma kassiert von den 60.000 Fällen pro Jahr je 5,- pro Bild, in Summe also 300.000,- €. Für Gemeinde und Blitzerfirma ein lukratives Geschäft.

Die kleine Gemeinde Münchhausen bei Kassel ist exemplarisch wie das Geschäft funktioniert und täglich akquirieren die Außendienste der Blitzerfirmen neue Städte und Gemeinden.

 


Weitere Berichte sind hier zu finden:

FAZ, 09.07.2013 – Mehr Gewinn mit Blitzern: Bis zur Raserei

Welt, 20.02.2012 – Radarfallen: Das Milliardengeschäft mit den Tempo-Blitzern

Stern.de, 18.12.2009 – Private Verkehrsüberwachung – Das Geschäft mit den Blitzern

n-tv, 09.12.2009 – Radarfallen von Firmen leasen: Kommunen jagen kommerziell

Motortalk Blog, 13.12.2009 – Blitzer werden geleast und die Hersteller erhalten eine Kopfprämie . . .

 


Blitzerfirmen:

Jenoptik – Website des Unternehmensbereichs Verkehrssicherheit

German Radar GmbH – Website

PRO Verkehrstechnik – Website